Projekt 2025/2026 · WEG Auf der Scholle 1–13 · Meerbusch

Ein gemeinsames Netz für
unsere Wohnanlage

Schnelles Internet, sicheres WLAN und digitale Gemeinschaftsdienste — professionell betrieben, faire Kosten geteilt.

Mehr erfahren ↓
24 Wohneinheiten
4 Häuser vernetzt
1 Gbit Glasfaser je 6–8 WE
0 € Hotspot für Besucher

Ausgangssituation

Warum ein gemeinsames Netzwerk?

Heute zahlt jeder Bewohner seinen eigenen Internetanschluss — obwohl wir uns eine Liegenschaft teilen. Das ist teuer, unübersichtlich und technisch ineffizient.

💸

Jeder zahlt doppelt

Jede Wohnung hat einen eigenen DSL- oder Glasfaseranschluss mit Grundgebühr — dabei könnte ein einziger leistungsstarker Anschluss alle versorgen.

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WLAN-Chaos im Haus

Dutzende private WLANs auf engem Raum stören sich gegenseitig. Das Ergebnis: schlechte Verbindungen, ständige Verbindungsabbrüche.

🔒

Gemeinschaftsdienste bereits geplant

Die Heizungsanlage benötigt bereits heute eine Netzwerkverbindung (GLT/Gebäudeleittechnik). Eine VoIP/Video-Türsprechanlage ist geplant. Die dafür ohnehin notwendige Netzinfrastruktur kann gleichzeitig alle Wohnungen mit versorgen.


Technisches Konzept

Wie funktioniert das Gemeinschaftsnetz?

Ein professioneller Router verteilt einen einzelnen Glasfaseranschluss fair und sicher auf alle Wohneinheiten — jede Wohnung erhält ihr vollständig abgeschirmtes, privates Netz.

Netzwerktopologie — vereinfachte Darstellung
Provider
🌐 1&1 Glasfaser
1.000 / 500 Mbit/s
Zentrale — Wohnung Haus 13
🖥️ MikroTik RB5009
Router · Firewall · WLAN-Controller
Keller Haus 13
🔀 Glasfaser-Verteiler
Sternpunkt für alle Häuser
Keller
Haus 1
Keller
Haus 5
Keller
Haus 9
Keller
Haus 13
Gemeinschaftsbereiche
📶 WLAN-Accesspoints (cAP ax)
WiFi 6 · 2,4 & 5 GHz · zentral verwaltet
🏠 Privat
Eigenes WLAN
je Wohnung
📶 FreeWIFI
Öffentlich
kostenlos
🔗 Gemeinschaft
Türklingel
Kameras usw.
🔑

Ein WLAN — ein Passwort pro Wohnung

Jede Wohnung erhält ein eigenes Passwort für das gemeinsame WLAN. Alle Geräte der Wohnung landen automatisch im privaten, abgeschirmten Bereich.

🏠

Virtuell eigener Anschluss

Technisch verhält sich das Netz wie ein eigener Router pro Wohnung. Geräte innerhalb der Wohnung sehen sich, andere Wohnungen bleiben unsichtbar.

🤝

FreeWIFI für Besucher

Ein offenes Gäste-WLAN mit Nutzungsbedingungen steht im Außenbereich und in den Allgemeinräumen kostenlos zur Verfügung — ohne Zugang zum Privatnetz.


WLAN-Qualität & Interferenzen

Warum viele individuelle WLANs schlecht für alle sind

Das 2,4-GHz-Band ist knapp – und jedes zusätzliche WLAN-Netz verschlechtert die Verbindung für alle. Hier sind die realen Messdaten aus unserer Wohnanlage.

Reale WLAN-Belegung in WE20 Haus Nr. 13 (Scan April 2026 — nur ein Haus von vier)
Kanal 1 — 2412 MHz ✔ Gewählt
Wenig belegt
SkiFahren (–93 dBm)
Oma Moni (–95 dBm)
Alle Signale sehr schwach → kaum Störung
Kanal 6 — 2437 MHz
Mäßig belegt
WLAN-N4PE6N (–79 dBm, 15 Geräte)
DIRECT-BD-HP (–81 dBm)
Schwache Signale → geringe Störung
Kanal 11 — 2462 MHz
Stark belegt
Gastlan (–67 dBm, 10 Geräte)
Gladsheim (–89 dBm)
Starke Signale → maximale Störung
WLAN-Kanalauslastung 2,4 GHz — Haus Nr. 13 (Messung April 2026)
-30 -50 -70 -90 dBm
Hotspot/IOT/GUEST
–62 dBm
SkiFahren
ePaper
WLAN-N4PE6N
–79 dBm
HP Drucker
Gastlan / Nicht verbunden
–67 dBm • 10 Geräte
Gladsheim –89
12345678910111213
Eigene SSIDs (Kanal 1 ✔ optimal)
Kanal 6 – mäßig belegt
Kanal 11 – stark belegt (direkter Nachbar)

Scan nur in WE20 Haus Nr. 13 – in den anderen Gebäuden wäre die Situation ähnlich oder schlechter.

ⓘ Entscheidend ist die Signalstärke (dBm), nicht die Geräteanzahl. Ein starkes Signal von –67 dBm stört mehr als 15 Geräte bei –79 dBm.

📻

Nur 3 überlappungsfreie Kanäle

Das gesamte 2,4-GHz-Band hat nur drei Kanäle die sich nicht gegenseitig stören: 1, 6 und 11. Wenn 24 Wohnungen je 2–3 eigene WLANs senden, landen Dutzende Netze auf denselben Kanälen – mit massiven Interferenzen für alle.

🏠

SmartHome macht es schlimmer

Zigbee (Philips Hue, IKEA Trådfri) und Bluetooth nutzen ebenfalls das 2,4-GHz-Band. Jeder Smart Speaker, jede smarte Glühbirne, jedes Thermostat konkurriert um dieselben Frequenzen – zusammen mit allen WLAN-Netzen der Nachbarn.

Ein gemeinsames Netz löst das Problem

Mit einem einzigen professionell konfigurierten WLAN pro Haus – auf dem optimalen Kanal, mit korrekter Kanalbreite – wird die verfügbare Funkkapazität maximal genutzt. Weniger Netze = weniger Interferenzen = bessere Verbindung für alle.

📊

Reale Auslastungsdaten — 30 Tage (Grafana-Monitoring)

Die tatächliche Nutzung des aktuellen Glasfaseranschlusses (250/50 Mbit/s) über 30 Tage zeigt eindrucksvoll wie weit die Kapazität von der theoretischen Grenze entfernt ist:

10,0 Mb/s
P95 Download (24h)
95% der Zeit darunter
530 kb/s
P95 Upload (24h)
95% der Zeit darunter
167 Mb/s
Peak Download (90 Tage)
absoluter Spitzenwert
3,36 ms
Latenz P99 (7 Tage)
exzellente Qualität

ⓘ Mit 6–8 Wohnungen und 1.000 Mbit/s bleibt die Auslastung weit im grünen Bereich.

Reale Auslastungsdaten — 90 Tage Monitoring (Grafana Dashboard, Stand April 2026)
Grafana WAN Traffic Dashboard RB5009 90 Tage
2,2 %
Download-Auslastung
Durchschnitt 90 Tage
10,0 Mb/s
P95 Download (24h)
95% der Zeit darunter
167 Mb/s
Peak Download (90 Tage)
absoluter Spitzenwert
OK
Anschluss-Status
Ping, Upload, Gesamt
Netzbremse-Speedtest — Nachweis: Kein Throttling durch 1&1 (18.12.2025)

Der Netzbremse-Test (netzbremse.de) prüft ob ein Internetanbieter den Traffic über bestimmte Routen drosselt — ein bekanntes Problem bei manchen Providern. Der Test läuft nacheinander über 5 verschiedene Cloudflare-Routen und vergleicht die Ergebnisse. Konsistente Werte über alle Routen beweisen: keine Drosselung, volle Vertragsleistung wird geliefert.

Route ⬇ Download ⬆ Upload Latenz Status
Route A 256,6 Mbit/s 91,3 Mbit/s 25 ms ✓ OK
Route B 265,3 Mbit/s 135,7 Mbit/s 16 ms ✓ OK
Route C 266,8 Mbit/s 106,9 Mbit/s 19 ms ✓ OK
Route D 265,2 Mbit/s 136,6 Mbit/s 13 ms ✓ OK
Route E 251,7 Mbit/s 90,9 Mbit/s 21 ms ✓ OK
Gesamt ∅ 261,1 Mbit/s ∅ 112,3 Mbit/s Kein Throttling

ⓘ Alle 5 Routen liefern konsistent ~250–267 Mbit/s — exakt der vertraglich vereinbarte Wert. Kein Throttling nachweisbar. Der sichtbare Spike im Grafana-Graphen entspricht diesem Testlauf. Durchgeführt am 18.12.2025.

📄 Vollständiger Testbericht (PDF)

Messzeitraum 90 Tage • Aktueller Anschluss: 250/50 Mbit/s • Eine Wohneinheit • P95 Upload (7 Tage): 8,0 Mb/s • Alle Ampeln grün • Peak letzte 24h: 167 Mbit/s • Mit 1.000 Mbit/s Business-Anschluss und 6–8 WE bleibt die Auslastung weit im grünen Bereich.
ⓘ Der große sichtbare Spike in der Mitte des 90-Tage-Graphen (~240 Mbit/s) wurde durch einen ausgiebigen Bandbreitentest (Speedtest „Netzbremse“) verursacht — kein typischer Alltagswert. Im normalen Betrieb liegt die Auslastung weit darunter.

5-GHz-Band: DFS und Flughafennähe

Das 5-GHz-Band bietet zwar mehr Kanäle und höhere Geschwindigkeiten, hat aber eine besondere Einschränkung: Viele 5-GHz-Kanäle (52–144) sind sogenannte DFS-Kanäle (Dynamic Frequency Selection). Diese Kanäle sind ursprünglich für Wetterradar und Luftfahrtradar reserviert – WLAN-Geräte müssen dort 60 Sekunden “horchen” bevor sie senden dürfen, und müssen sofort wechseln wenn Radar erkannt wird.

Wir befinden uns in ca. 5 km Entfernung vom Flughafen Düsseldorf – das bedeutet ein deutlich erhöhtes Radaraufkommen. DFS-Kanäle würden bei uns regelmäßig unterbrochen. Deshalb nutzen wir bewusst Non-DFS-Kanäle (36–48) – diese sind sofort verfügbar, stabil und ohne Radarrisiko. Der Nachteil: weniger Kanalauswahl. Der Vorteil: zuverlässige, unterbrechungsfreie Verbindung.


Datenschutz & Sicherheit

Jede Wohnung ist komplett abgeschirmt

Die größte Sorge: „Können andere Bewohner meine Geräte sehen?" Die Antwort ist ein klares Nein — technisch erzwungen, nicht nur versprochen.

❌ Ohne Gemeinschaftsnetz

  • Private WLANs strahlen sich gegenseitig mit voller Leistung an
  • Kein Schutz vor Lauschangriffen auf unverschlüsselte Verbindungen
  • Schwache Heimrouter ohne professionelle Firewall
  • Keine zentrale Sicherheitsüberwachung
  • DNS-Anfragen oft ungeschützt zu kommerziellen Servern

Mit Gemeinschaftsnetz

  • Wohnungen sind per logischer Netztrennung (VLAN) auf professioneller Hardware vollständig voneinander getrennt – identisch mit Unternehmens- und ISP-Netzwerken
  • Kein Bewohner kann die Geräte eines anderen sehen oder erreichen
  • Professionelle Firewall auf Enterprise-Niveau (MikroTik)
  • DNS über Quad9 — datenschutzfreundlich, kein Tracking
  • VLAN-Segmentierung: selbst bei Hackerangriff bleibt Schaden lokal
🛡️

VLAN-Trennung — was bedeutet das?

VLAN steht für „Virtual Local Area Network". Jede Wohnung erhält ein eigenes virtuelles Netz — so als hätte jeder einen separaten physischen Kabelanschluss. Ein Gerät in Wohnung A kann technisch unmöglich auf Geräte in Wohnung B zugreifen.

🛡

Professionelle Hardware & aktive Absicherung

Der MikroTik RB5009-Router ist mit allen empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen konfiguriert: Enterprise-Firewall, verschlüsselter VPN-Zugang (WireGuard), sicheres Remote-Management und 24/7-Monitoring über Grafana. Das Gerät ist von außen nicht angreifbar – alle Verwaltungszugänge sind auf interne Netzwerke beschränkt.

🔐

Datenschutz-konformer Betrieb

Das FreeWIFI-Hotspot-System erfasst Verbindungsdaten (IP, MAC, Zeitstempel) nur zur Sicherstellung des Betriebs. Speicherdauer max. 7 Tage, automatische Löschung. Keine Nutzungsprofile, kein Tracking. DSGVO-konform.


Geschwindigkeit & Kapazität

1.000 Mbit/s für 6–8 Wohnungen — mehr als genug

Ja — und zwar sehr komfortabel. Reale Messdaten belegen es:

Bandbreitenverteilung — realistisches Szenario
Verfügbare Bandbreite gesamt 1.000 Mbit/s ↓ · 500 Mbit/s ↑
Tatsächlicher Spitzenbedarf (bis zu 6–8 Wohnungen gleichzeitig) ~250 Mbit/s
Normaler Alltagsbetrieb ~80–120 Mbit/s

Erfahrungswert: Nie surfen alle Bewohner gleichzeitig mit voller Last. Statistisch sind 10–20% gleichzeitig aktiv. Bei 24 Wohnungen × 50 Mbit/s Peak = 250 Mbit/s — nur 25% der verfügbaren Kapazität.

Der Gleichzeitigkeitsfaktor (Diversity Factor) – warum 1.000 Mbit/s für 6–8 Wohnungen mehr als genügt

In der Praxis sind nie alle Bewohner gleichzeitig aktiv. Dieses Prinzip nennt sich Gleichzeitigkeitsfaktor (engl. “Diversity Factor”) – und es ist die Grundlage jedes Internetanbieters und Energieversorgers weltweit.

💡 Anschauliches Beispiel: Elektrischer Hausanschluss
Ein Mehrfamilienhaus mit 10 Wohnungen hat einen gemeinsamen Stromanschluss. Theoretisch könnten alle gleichzeitig Herd, Waschmaschine und Trockner betreiben – das passiert aber nie. Der Elektriker dimensioniert den Hausanschluss deshalb auf 40–60% der theoretischen Maximallast. Genau dasselbe Prinzip gilt für Internet in Wohnanlagen – und für jeden Internetanbieter weltweit.

Bei Wohnanlagen liegt der Gleichzeitigkeitsfaktor typischerweise bei 20–25%. Von 6–8 Wohnungen sind realistisch 1–2 gleichzeitig im echten Spitzenbetrieb – Spitzenbedarf ca. 50–100 Mbit/s. Bei 1.000 Mbit/s bleibt ein enormer Puffer.

Je mehr Wohnungen, desto besser: Mit mehr Teilnehmern verteilt sich die Nutzung gleichmäßiger – der effektive Gleichzeitigkeitsfaktor sinkt weiter. Reale Messdaten (Grafana, 30 Tage) bestätigen das: 95% der Zeit lagen unter 9,7 Mbit/s, Spitzenwert 81 Mbit/s.

📈 Bei niedriger Auslastung: Steht die volle Leitungskapazität zur Verfügung. Wenn wenige Bewohner aktiv sind – etwa nachts oder am Vormittag – kann ein einzelner Nutzer theoretisch alle 1.000 Mbit/s nutzen.

🎬

Streaming

4K-Netflix benötigt 25 Mbit/s. Mit 1.000 Mbit/s können theoretisch 40 Wohnungen gleichzeitig 4K streamen – bei 10 Wohnungen also absolut kein Problem.

💼

Homeoffice

Videokonferenz in HD: 5–10 Mbit/s. Mehrere Homeoffice-Arbeitsplätze gleichzeitig sind problemlos möglich.

⚖️

Faire Verteilung & volle Bandbreite bei niedriger Auslastung

Der CAKE-Algorithmus verteilt die Bandbreite fair – niemand kann die Leitung blockieren. Und: Wenn wenige Bewohner aktiv sind, steht die volle Leitungskapazität für diese zur Verfügung. Nachts oder am Vormittag kann ein einzelner Bewohner die gesamten 1.000 Mbit/s nutzen.


Wirtschaftlichkeit

Was kostet das — und was spart man?

Die Netzinfrastruktur ist bereits vorhanden und wird privat betrieben. Hier eine ehrliche Aufstellung der möglichen Szenarien.

~35 €
je Wohnung · monatlich (heute)
Typischer DSL/Glasfaser-Vertrag einzeln
~8 €
je Wohnung · monatlich (ab 10 Einheiten)
Anteil am 1&1 Business-Glasfaseranschluss
~27 €
je Wohnung · monatlich gespart
Ersparnis gegenüber eigenem Vertrag
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Gewählter Tarif: 1&1 Business Glasfaser

Der Anschluss läuft als Business-Tarif mit garantierter Entstörung innerhalb von 8 Stunden — deutlich schneller als bei privaten Verträgen (meist 24–48 Stunden). Kosten: 69,90 € zzgl. MwSt. monatlich. Bei 6–8 teilnehmenden Wohneinheiten (Startphase) ergibt sich ein Anteil von ca. 9–12 € pro Wohnung und Monat — inklusive professionellem Support und Service Level Agreement.

📈

Skalierung: Ab wann ist ein zweiter Anschluss sinnvoll?

Die Startphase ist für bis zu 10 Wohneinheiten ausgelegt – ein einziger 1.000 Mbit/s Business-Anschluss (69,90 € zzgl. MwSt., ca. 8 € pro Wohnung) reicht dafür völlig aus.

Ab mehr als 8 Wohneinheiten empfiehlt sich ein zweiter 1.000 Mbit/s Glasfaseranschluss – idealerweise über einen anderen Provider. Die Gründe:

📞

Telefonie — optional buchbar

Für Bewohner die Festnetztelefonie wünschen, kann eine IP-Telefonanlage (VoIP) mitgenutzt werden. Jede Wohnung erhält eine eigene Rufnummer. Interne Gespräche zwischen Wohnungen sind kostenlos. Gesprächskosten ins Festnetz: ca. 1 Ct/Min. Die Einrichtung erfolgt bei Bedarf und Interesse — es besteht keine Verpflichtung.

📶

Teilnahme – so einfach geht’s

Möchte eine Wohneinheit am Gemeinschaftsnetz teilnehmen, ist der Aufwand minimal:

💡

Gemeinschaftsprojekt der WEG

Die Netzwerkinfrastruktur (Glasfaser, Switches, Verkabelung) wurde durch Beschluss der Eigentümergemeinschaft beauftragt – sie war ohnehin erforderlich für die Internetanbindung der Heizungsanlage sowie die zukünftig geplanten VoIP/Video-Türsprechstellen. Die gemeinsame Internetnutzung ist damit kein Zusatzprojekt, sondern die logische Erweiterung einer bereits beschlossenen Infrastruktur. Jeder Bewohner entscheidet selbst ob er den geteilten Internetanschluss nutzen möchte – wer nicht mitmacht, behält seinen eigenen Vertrag ohne Nachteile. Die Infrastruktur wird unabhängig davon gebaut – sie ist für GLT und Türsprechanlage ohnehin erforderlich.


Vergleich

Heute vs. Gemeinschaftsnetz

Kriterium Heute (jeder für sich) Gemeinschaftsnetz
Monatliche Kosten ~35 € pro Wohnung ~8 € pro Wohnung (ab 10 Einheiten)
Verfügbare Geschwindigkeit 50–250 Mbit/s (typisch DSL) 1.000 / 500 Mbit/s Glasfaser (bis 8 WE), zweiter Anschluss ab mehr als 10 WE
WLAN-Qualität Viele interferierende Netze Professionell geplant, WiFi 6
Sicherheit Heimrouter-Niveau Enterprise-Firewall
Trennung zu Nachbarn Keine technische Garantie Logische Trennung auf professioneller Hardware (identisch mit Unternehmens- & ISP-Netzen)
Roaming zwischen Häusern Nicht möglich Nahtlos, ein WLAN-Name
FreeWIFI für Besucher Nicht vorhanden Im gesamten Gelände
Gemeinschaftsdienste Nicht möglich Türklingel, Kameras, Monitor
Datenschutz-DNS Provider-abhängig Quad9 (kein Tracking)
Vertragsbindung 12–24 Monate Keine (freiwillig)

Häufige Fragen

Was Sie wissen möchten

Direkte Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Kann der Netzwerkbetreiber meinen Internetverkehr mitlesen?
Nein. Der Betreiber sieht nur technische Verbindungsdaten (welche IP-Adresse wann aktiv war), aber nicht welche Webseiten Sie besuchen oder was Sie herunterladen. Der Datenverkehr ist verschlüsselt und wird nicht protokolliert. Die Situation ist identisch mit einem gewerblichen Internetanbieter wie 1&1 oder Telekom.
Kann ein anderer Bewohner auf meine Geräte (NAS, Drucker, Handy) zugreifen?
Technisch ausgeschlossen. Jede Wohnung ist durch Hardware-Firewallregeln vollständig von allen anderen Wohnungen getrennt. Dies ist keine Software-Einstellung die umgangen werden kann, sondern eine Netzwerktrennung auf Chip-Ebene (VLAN). Ein Bewohner in Haus 1 kann keine Geräte in Haus 9 sehen — auch wenn beide dasselbe WLAN-Netz verwenden.
Was passiert wenn der Router ausfällt? Bin ich dann komplett ohne Internet?
Ja — das ist der einzige echte Nachteil eines gemeinsamen Anschlusses. Allerdings sind professionelle MikroTik-Router extrem zuverlässig und können bei Bedarf mit einer USV (unterbrechungsfreien Stromversorgung) abgesichert werden. Im Problemfall kann temporär auf mobiles Daten (LTE/5G) ausgewichen werden.
Kann ich meinen eigenen DNS-Dienst nutzen? Kontrolliert der Betreiber meinen Internetzugang?
Ja – jeder Bewohner kann auf seinen Geräten (Handy, Laptop, Smart-TV) jederzeit einen eigenen DNS-Server eintragen, zum Beispiel Cloudflare (1.1.1.1), Google (8.8.8.8) oder jeden anderen Anbieter. Moderne Betriebssysteme und Browser unterstützen auch verschlüsseltes DNS (DoH/DoT), das den Router-DNS komplett umgeht. Wer ein VPN nutzt, hat ohnehin seinen eigenen DNS-Tunnel. Der Netzbetreiber sieht nur technische Verbindungsdaten (IP, Zeitstempel) – keine besuchten Webseiten, keine Inhalte. Die Situation ist identisch mit jedem kommerziellen Internetanbieter. Eine Inhaltskontrolle findet nicht statt. Hinweis: Im FreeWIFI und Gäste-WLAN wird der DNS-Server aus Sicherheitsgründen fest vorgegeben – dort ist ein Wechsel nicht möglich.
Muss ich meinen bestehenden Vertrag kündigen?
Nicht sofort. Sie können das Gemeinschaftsnetz zunächst testen und Ihren bisherigen Vertrag auslaufen lassen. Niemand wird zu einer Kündigung gedrängt. Die Teilnahme ist vollkommen freiwillig.
Was passiert mit meinen Daten beim FreeWIFI?
Beim FreeWIFI werden technische Verbindungsdaten (IP-Adresse, MAC-Adresse, Verbindungszeitraum) für maximal 7 Tage gespeichert und dann automatisch gelöscht. Dies ist gesetzlich für Betreiber öffentlicher WLANs erforderlich. Es werden keine Nutzungsprofile erstellt, keine Cookies gesetzt und keine Daten an Dritte weitergegeben.
Wie schnell ist das WLAN in der Wohnung?
Die WLAN-Accesspoints unterstützen WiFi 6 (802.11ax) mit bis zu 1.200 Mbit/s auf 5 GHz und 600 Mbit/s auf 2,4 GHz. In der Praxis sind 200–500 Mbit/s in der Wohnung realistisch — deutlich mehr als die meisten heutigen Heimrouter liefern. Die Deckenmontage der Accesspoints sorgt für optimale Ausleuchtung aller Bereiche.

Projektstatus

Was ist bereits umgesetzt?

Das Projekt läuft seit 2025 — hier der aktuelle Stand.

Glasfaser-Anschluss (1&1, 1 Gbit/s) Abgeschlossen
Glasfaseranschluss mit 1.000/500 Mbit/s in Betrieb. Professioneller Router MikroTik RB5009 installiert.
VLAN-Segmentierung & Firewall Abgeschlossen
10 voneinander getrennte Netzwerksegmente (VLANs) konfiguriert. Enterprise-Firewall aktiv.
FreeWIFI Hotspot-System Abgeschlossen
FreeWIFI und Gäste-WLAN mit Captive Portal (AGB-Bestätigung) in Betrieb. DSGVO-konform.
Erster WLAN-Accesspoint (cAP ax) Abgeschlossen
WiFi 6 Accesspoint im Einsatz. Zentrale Verwaltung per CAPsMAN. In Betrieb.
SFP GPON Modul (ONT-Ablösung) In Umsetzung
Ersatz des externen Glasfasermodems durch direktes SFP-Modul im Router. Spart ein Gerät, erhöht Stabilität.
Glasfaserverkabelung zwischen den Häusern In Umsetzung
Durch Beschluss der Eigentümergemeinschaft bereits beauftragt und derzeit in der Umsetzung. Glasfaser-Sternverkabelung von Keller Haus 13 zu Haus 1, 5 und 9. Gleichzeitig werden Switches und Netzwerkinfrastruktur in den Kellern installiert — die ohnehin für die Heizungsanlage (GLT/Gebäudeleittechnik) sowie die geplante VoIP/Video-Türsprechanlage benötigt werden.
Accesspoints in allen Häusern Geplant
Je ein WiFi 6 Accesspoint pro Haus in den Allgemeinräumen im Kellergeschoss. Nahtloses Roaming über das gesamte Gelände — ein WLAN-Name, überall verbunden.
VoIP/Video-Türsprechanlage Geplant
IP-basierte Türsprechanlage für alle Häuser. Klingelruf direkt auf das Smartphone — auch aus der Ferne. Die Netzinfrastruktur dafür ist bereits in Planung und wird parallel zur Glasfaserverkabelung berücksichtigt.
IP-Telefonie (VoIP) Optional / auf Wunsch
Für Bewohner die Festnetztelefonie wünschen: eigene Rufnummer, interne Gespräche kostenlos, günstige Gesprächskosten ins Festnetz (~1 Ct/Min). Einrichtung auf Anfrage.
Wohnungsnetz für Bewohner Optional / auf Wunsch
Jede Wohnung erhält auf Wunsch ein eigenes abgeschirmtes VLAN mit individuellem WLAN-Passwort. Faire Bandbreitenaufteilung per CAKE-Algorithmus. Kein separater Router nötig.

Kontakt

Fragen? Interesse?

Für Rückfragen, technische Details oder Interesse an der Teilnahme stehe ich gerne zur Verfügung.

👤

Andreas Spielhagen

Auf der Scholle 13 · 40668 Meerbusch
andreas.spielhagen@aufderscholle.de
+49 1520 985 3887